KI-Boom 2026: Warum die größte Barriere nicht die Technologie ist
Ein Blick zurück nach vorn: Was Business Reengineering 1997 und KI-Transformation 2026 verbindet.
Als ich 1997 mein akademisches Werk „Managing Barriers to Business Reengineering Success“ veröffentlichte, steckten wir mitten in der ersten großen Welle der radikalen Prozessoptimierung. Das Buch basierte nicht auf grauer Theorie, sondern auf den harten, praxisnahen Erfahrungen zahlreicher realer Business-Reengineering-Projekte, die ich damals begleiten durfte.
Schon damals erntete ich hier und da skeptische Blicke für meine Kernbotschaft. Während die Geschäftswelt dem techno-deterministischen Ruf nach „Obliterate, don't automate“ folgte und glaubte, neue IT-Infrastrukturen würden alle Probleme von alleine lösen, warnte ich vor den sogenannten „Soft Barriers“.
Mein Credo war und ist: Die härtesten Barrieren bei jeder Transformation sind die weichen Faktoren — der Mensch und die Unternehmenskultur.
Was hat sich verändert? Was ist gleich geblieben?
Was hat sich seit 1997 verändert? Die Technologie. Was ist gleich geblieben? Der Mensch.
Heute, mitten in der tiefgreifenden KI-Umsetzungswelle, erleben Konzerne und mittelständische Unternehmen genau dasselbe Déjà-vu. Viele stellen schmerzhaft fest: Ich hatte recht.
Wer den aktuellen KI-Prozess-Boom rein als technologisches Upgrade versteht, ist zum Scheitern verurteilt. Es reicht eben nicht aus, ein paar ERP-Bildschirm-Trainings anzubieten oder der Belegschaft pauschal ChatGPT-Lizenzen hinzuklatschen.
Der Mensch im Mittelpunkt
Ein fataler Fehler, den ich aktuell wieder vermehrt beobachte, ist der Versuch, Effizienzgewinne durch Frühpensionierung loszuwerden.
Das Gegenteil ist der Fall: Wahre Innovation entsteht, wenn man die bestehende Belegschaft aktiv in die neuen, innovativen Prozesse einbezieht. Wenn man ihnen die Angst vor dem Kontrollverlust nimmt. Silos aufbricht und eine Kultur schafft, in der KI als Werkzeug zur Potenzialentfaltung verstanden wird — nicht als digitaler Henker.
Machen wir es diesmal von Anfang an richtig
Die Parallelen zwischen dem Business Reengineering der späten 90er und der heutigen KI-Transformation sind unübersehbar. Nutzen wir die Lehren der Vergangenheit, um die Projekte der Zukunft erfolgreich zu gestalten.
Fühlen Sie sich und Ihr Unternehmen von dieser Dynamik angesprochen? Stecken Sie mitten in der KI-Transformation und merken, dass die „Soft Barriers“ Ihre Prozesse ausbremsen?
Lassen Sie uns miteinander sprechen. Rufen Sie mich direkt an unter 01575 5922 341 oder schreiben Sie mir auf LinkedIn eine Nachricht. Lassen Sie uns den Menschen wieder in den Mittelpunkt des Wandels stellen.