Digitale Transformation fördern lassen – was geht 2026 und 2027?
Viele Mittelständler wollen digitalisieren und fragen: Wer zahlt mit? Bund, Länder und EU fördern digitale Vorhaben – je nach Programm und Voraussetzungen. Man muss nur wissen, wo man hinschaut.
Viele Mittelständler stehen vor derselben Frage: Wir wollen digitalisieren. Aber wer zahlt mit?
Eine mögliche Antwort: der Staat. Öfter, als die meisten ahnen.
Seit das Förderprogramm go-digital Ende 2024 ausgelaufen ist, herrscht Unsicherheit. Dabei gibt es weiterhin substanzielle öffentliche Mittel – Zuschüsse, zinsgünstige Kredite, kostenfreie Beratung. Bund, Länder und EU fördern digitale Transformationsvorhaben. Ob und in welcher Höhe, hängt vom Programm und den Voraussetzungen ab.
Die wichtigsten Programme auf einen Blick
BAFA – Förderung für Unternehmensberatung
Bezuschusst werden können bis zu 80 % der Beratungskosten – je nach Region bis zu 3.200 € pro Projekt. Typische Voraussetzungen: höchstens 250 Mitarbeitende, höchstens 50 Mio. € Jahresumsatz, Sitz in Deutschland. Das Programm kann Digitalisierungs- und KI-Strategieprojekte abdecken. Der Antrag muss vor Projektstart gestellt sein.
Quelle: nextstrategy.ai – BAFA Förderung KI-Beratung · apo-systeme.de – Fördermittel Digitalisierung KMU 2026
KfW – ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit
25.000 € bis 25 Mio. € zu vergünstigten Zinsen. Kein Zuschuss, aber günstiges Fremdkapital für Digitalisierungsinvestitionen. Die Beantragung läuft über die Hausbank – kein komplizierter Direktantrag.
Quelle: foerderpilot.info – Fördermittel Digitalisierung bundesweit
ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
Eines der größten Innovationsförderprogramme in Deutschland. Bis zu 380.000 € Zuschuss, Förderquote bis zu 60 % – je nach Vorhaben und Voraussetzungen. Gedacht für Projekte mit echtem Technologiecharakter. Die Programmlaufzeit reicht bis 30. Juni 2027 – wer jetzt plant, kann noch dabei sein.
Quelle: foerderpilot.info · apo-systeme.de
Mittelstand-Digital-Zentren – kostenfreie Erstberatung
Kein Antrag, keine Kosten. Das Bundesministerium für Wirtschaft finanziert Beratung, Workshops und Umsetzungsbegleitung für KMU. Gut geeignet als erster Schritt, um Förderwege zu identifizieren. Ab 2027 startet die neue Generation der Zentren mit Schwerpunkt KI und Cybersicherheit.
Quelle: cloudmagazin.com – Förderprogramme lenken Cloud-Wahl im Mittelstand
KI-Qualifizierung für Mitarbeitende
Wer KI einführt, muss die Teams mitnehmen. Ein Teil dieser Weiterbildung kann gefördert werden.
Das BZKI – Bildungszentrum für Künstliche Intelligenz bietet TÜV-zertifizierte KI-Weiterbildungen an, die über das Qualifizierungschancengesetz (QCG) förderfähig sein können. Je nach Voraussetzungen sind möglich:
- Übernahme der Weiterbildungskosten – bis zu 100 %
- anteiliger Zuschuss zum Gehalt während der Schulung – bis zu 75 %
- in der Regel keine Rückzahlungspflicht
- Abschluss mit IHK-Zertifikat „KI-Kompetenz“
- der Förderantrag wird über den Bildungsträger gestellt – wenig Aufwand für das Unternehmen
Quelle: bzki.de – Bildungszentrum für Künstliche Intelligenz
Digitalisierungsprämie Baden-Württemberg
Für Unternehmen in Baden-Württemberg: zinsgünstiger Kredit plus Tilgungszuschuss, bis zu 100.000 €. Einer der attraktiveren Landeshebel – je nach Konstellation mit Bundesfördermitteln kombinierbar.
Quelle: apo-systeme.de
Was viele nicht wissen
Bundes- und Landesprogramme lassen sich in vielen Fällen kombinieren. Wer das sauber strukturiert, kann einen erheblichen Teil der Projektkosten aus öffentlichen Mitteln decken – in günstigen Konstellationen 50 bis 80 %. Die De-minimis-Grenze liegt bei 300.000 € in drei Jahren. Ob eine Kombination zulässig ist, muss im Einzelfall geprüft werden.
Zwei Regeln gelten fast immer:
- Antrag vor Projektstart. Wer bereits begonnen hat, verliert den Anspruch in der Regel rückwirkend.
- Vorlauf einplanen. Bewilligungen dauern oft 4 bis 16 Wochen – idealerweise 2 bis 3 Monate vor Projektbeginn starten.
Was PRODVIS und Partner für Sie tun
PRODVIS begleitet mittelständische Unternehmen bei der digitalen Transformation – von der Cloud-ERP-Einführung mit Exact Online bis zur KI-Integration im ERP. Wir schätzen ein, welche Vorhaben förderfähig sein können, und arbeiten mit spezialisierten Fördermittelpartnern zusammen, die den Antrag verantworten.
Gerade bei KI kommt es auf die Menschen an: Der PRODVIS KI-Schulungsleitfaden und der Beitrag zu ERP-Training als Führungsarbeit zeigen, wie Qualifizierung an den Prozessen ausgerichtet bleibt – passend zu förderfähigen Weiterbildungen. Wer vor einem Go-Live steht, findet im Sponsor-Selbstcheck eine Standortbestimmung für die Führung.
Das Angebot: ein unverbindliches Erstgespräch zur Förderfähigkeitsprüfung. Kein Antrag ohne Chanceneinschätzung. Keine Beratung ohne Klarheit über Kosten und möglichen Förderanteil.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Förderberatung und keine Zusage. Programme, Bedingungen, Fristen und Beträge ändern sich; Förderfähigkeit, Kombinierbarkeit und Höhe müssen im Einzelfall vor Projektstart geprüft werden. Es besteht kein Anspruch auf Förderung.
Jetzt Termin vereinbaren: wolf.schumacher@prodvis.de · www.prodvis.de
Wolf Schumacher, CEO · PRODVIS – Productive Vision Deutschland · Bretzfeld. PRODVIS begleitet mittelständische Unternehmen bei Cloud-ERP, digitaler Transformation und KI-Integration.